Kanadischer Bobfahrer zu Gast beim TSV

22. Juni 2015

Seit Anfang April hat das Fitnessstudio des TSV 1846 im neuen Sportzentrum am Hans-Reschke-Ufer einen hochkarätigen Sportler als Gast. 

Der kanadische Bobfahrer Alexander Kopacz (25) ist bereits das zweite Mal im Frühsommer in Deutschland, um an der Uni Karlsruhe ein Semester Physik zu studieren. Er startet sowohl im Zweier- als auch im Viererbob für die kanadische Nationalmannschaft.

TSV Geschäftsführer René Ullrich hat mit ihm gesprochen.

R. Ullrich: Herzlich Willkommen beim TSV 1846. Wir freuen uns, dass es dir hier gefällt. Wie bist du Bobfahrer geworden?

A. Kopacz: Ich bin eigentlich zufällig zum Bobsport gekommen. Spaßeshalber habe ich an einem Try out in Kanada teilgenommen und wurde direkt für die Nationalmannschaft rekrutiert. Vorher war ich als Kugelstoßer erfolgreich.

R. Ullrich: Was genau ist deine Aufgabe und welche Voraussetzungen muss ein Anschieber haben?

A. Kopacz: Ich bin Anschieber auf der 2. Position direkt hinter dem Piloten, der den Bob in der Bahn lenkt. Meine Hauptaufgabe ist es, den Bob möglichst schnell in die Startbahn zu bringen. Vor allem die Sprintfähigkeit ist hier wichtig. Während der Fahrt muss ich dann vor allem auf die Körperspannung achten und in den wichtigen Kurven mein Gewicht mit verlagern. Außerdem müssen wir Bobfahrer immer auf unser Gewicht achten. Das Gesamtgewicht inkl. Bob darf beim Viererbob 630 kg nicht überschreiten.

R. Ullrich: Wo und wie oft trainiert ihr in Kanada?

A. Kopacz: Das Trainingszentrum ist in Calgary. Hier gibt es eine Bob-Startbahn, auf der das Anschieben trainiert wird. Außerhalb der Saison trainiere ich an 6 Tagen, bzw. 9 Trainingseinheiten, vor allem Sprint- und Krafttraining. Während der WM-Vorbereitung haben wir  14 Trainingseinheiten pro Woche, aufgeteilt in Bobfahren, Kraft-, Sprint- und Ausdauertraining.

R. Ullrich: Was sind deine nächsten Ziele?

A. Kopacz: Ich möchte gerne an den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea teilnehmen. Ob es klappt, ist aber ungewiss, denn wenn ein schnellerer Anschieber gefunden wird, bin ich raus. Deshalb ist es wichtig, dass ich auch während meiner Studienzeit in Deutschland hier beim TSV 1846 optimal trainieren kann. Betreut werde ich von Olaf Hompel, der bei der Bundeswehr Krafttrainer ist. Nach Olympia will ich mich auf jeden Fall auf meinen Beruf konzentrieren.

R. Ullrich: Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute sowohl  für die sportliche als auch berufliche Zukunft.

A. Kopacz: Danke an das Team vom TSV für die gute Betreuung.  

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